Nächste Aufführungen: Januar 2018

Barocke Theatralik in Musik, Tanz und Poesie

Mit dem Ensemble Palestra Musica (Musik) unter der Leitung Michael Eberth, dem Ensemble La Danza München (Tanz) und Peter Pius Irl (Poesie)

Stadttheater Kaufbeuren, Rosental 6 - 8, 87600 Kaufbeuren
13.1.2018 um 20:00 Uhr, 14.1.2018 um 15:00 Uhr, 28.1.2018 um 16:00 Uhr


Kurfürstin als Diana DIANA AMANTE
Barockoper des Münchner Hofkomponisten Giuseppe Antonio Bernabei (ca. 1649-1732) mit Ballett-Musik des Münchner Hofkomponisten Melchior d'Ardespin. Libretto: Luigi Orlandi.
Musikalische Leitung: Prof. Michael Eberth, Regie: Sharon Weller / Marilyn Schmiege, Choreographie: Jadwiga Nowaczek.
Die Uraufführung der Oper fand am 26. Februar Jahr 1688 in der Münchner Residenz unter Mitwirkung der Kurfürstin Maria Antonia statt. Nach einem jahrhundertelangem Dornröschen-Schlaf wird dieses Kleinod barocker Opernkunst in Kaufbeuren wieder zum Leben erweckt. Natürlich geht es darin um Liebe: solche, die erwidert wird und solche, die nicht erwidert wird - das übliche Leiden und sich Freuen also. Am Ende gibt es zwei glückliche Paare und viele fröhliche Jägerinnen und Jäger.

Pan mit Flöte PAN UND SYRINX
Kantate für Sopran und Basso Continuo von Michel Pignolet de Monteclair. Die hochemotionale Handlung einer Legende aus Ovid's Metamorphosen wird durch die geniale dramatische Tonsprache Monteclairs illustriert und mit Tanz und Pantomime den Zuschauern anschaulich vor Aug und Ohr geführt.
Der verliebte Hirtengott Pan verfolgt die keusche Nymphe Syrinx. Sie flieht vor ihm und verwandelt sich im letzten Moment, bevor sie ergriffen wird, in Schilf. Pan trauert um seine Liebe, hört aber aus dem Schilf einen Widerhall seiner Klagen und erschafft daraus eine Flöte - die Panflöte. Letztlich triumphiert Amor, der Gott der Liebe.

Orpheus ORPHEUS UND EURYDIKE
Persiflage auf den Orpheus-Mythos vom Wiener Kaiserhof, der Komponist ist Kaiser Leopold I. Das Intermezzo "Orfeo y Euridice" war Bestandteil der Komödie "Fineza contra Fineza" und wurde am 22.12.1671 anlässlich des Geburtstags von Mariana, der Schwiegermutter Leopolds, uraufgeführt. Die hier gezeigte Fassung ist eine instrumentale Adaption dieses Intermezzos für eine Ballett-Pantomime, etwas, das am Wiener Hof sehr beliebt war. Das Libretto des Intermezzos (anonymer Autor) entpuppt sich als witzige Sartire. Orpheus und Eurydike sind ein streitendes Paar. Eurydike stirbt an einem Schlangenbiss und wird von den drei Schicksalsgöttinnen, die als alte Weiber auftreten, in den Hades verfrachtet. Orpheus kommt ebenfalls in den Hades, um Pluto durch sein Leierspiel zu rühren und zur Freigabe Eurydikes zu bewegen. Er spielt aber so entsetzlich, dass Pluto ihm bereitwillig Eurydike wieder herausgibt, nur damit er endlich aufhört zu spielen. Aber die Geschichte geht dennoch nicht gut aus …